SPD Biebrich
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Pressemitteilung:

16. Februar 2018

Schwarz-Grün packt schulpolitische Gießkanne aus

Rottloff: Schaffung von Parallelstrukturen an Wiesbadener Grundschulen wird zu Problemen führen

„Das Vorgehen des Landes bei der Zuteilung von sozialpädagogischen Fachkräften an Grundschulen ist wieder einmal ein unsägliches Beispiel, wie unkooperativ die schwarz-grüne Landesregierung gegenüber den Kommunen auftritt“, ärgert sich Simon Rottloff, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Rathausfraktion. „Da stehen die Landtagswahlen vor der Tür und Schwarz-Grün packt die schulpolitische Gießkanne aus. Hier werden ohne Rücksprache mit der für die Jugendhilfe zuständigen Sozialverwaltung vor Ort neue Stellen geschaffen, parallel zu schon bestehenden Strukturen, wie der Betreuenden Grundschule und der kommunalen Schulsozialarbeit“, erklärt Rottloff.

Es ginge nicht darum, dass diese zusätzlichen sozialpädagogischen Fachkräfte nicht per se willkommen seien. „Allerdings hätten wir diese als Kommune gerne zielgerichteter eingesetzt, ausgehend von den Erkenntnissen der Wiesbadener Sozialplanung“, erläutert der Sozialpolitiker. Diese wurden vom staatlichen Schulamt im Rahmen des Anhörungsverfahrens zum Sozialindex übrigens als besonders detailliert gelobt. „Die Zuteilung vom Land hingegen beachtet kaum die unterschiedlichen Herausforderungen der Schulen“, so Rottloff. Bei der Vergabe von zusätzlichen Stellen bei Ganztagsschulen wurde den Kommunen wenigstens ein Mitspracherecht eingeräumt.

„Auch sehen wir Probleme bezüglich des Aufgabenspektrums der sozialpädagogischen Fachkräfte. Dieses ist vom Land so weit gefasst, dass es zu unheimlich viel Abstimmungsaufwand und Schnittstellenproblematiken mit den vorhandenen Strukturen und den Schulen führen wird“, berichtet Rottloff. „In diesem Fall hat sich unser Sozialdezernent Christoph Manjura sogar an den Kultusminister gewandt, um eine Abstimmung bezüglich der Aufgaben der zusätzlichen sozialpädagogischen Fachkräfte zu koordinieren. Die Anfrage ist aber vom Ministerium unbeantwortet geblieben und zeugt wieder einmal mehr von dem geringschätzenden Umgang der Landesregierung gegenüber den Akteuren vor Ort“, so Rottloff abschließend.

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